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Rückblick

Rund 100 Besucher – bestehend aus Eltern, Erziehern/-innen und auch Lehrern/-innen - haben sich an einem Abend im März im Schlossgartensaal der Karl-Rehbein-Schule versammelt, um den Vortrag zum Thema „Kinder im Leistungsstress – kein Burnout im Kinderzimmer“ anzuhören. 

Der Familienakademie war es in diesem Rahmen gelungen, den renommierten Bildungsforscher Professor Dr. Rainer Dollase, emeritierter Professor der Psychologie der Universität Bielefeld, zu gewinnen.

Professor Dollase gelang es in seinem lebendigen Vortrag, einen Bogen von seinen eigenen Erfahrungen als Schüler und Vater sowie seinen Erkenntnissen aus vielen Forschungsjahren über die gesellschaftlichen Werte, die zu dem erhöhten Leistungsdruck führen, zu ganz konkreten Tipps für die Eltern zu schlagen. „Wir schätzen Menschen in Deutschland vorwiegend über ihre Bildungsabschlüsse ein. Ein niedriger Bildungsabschluss und ein nicht akademischer Beruf können heute Gründe für Diskriminierungserfahrungen sein“, so Dollase. 

Damit Eltern ihre Kinder gut begleiten können, müssen sie ihnen glaubwürdige Partner sein. Generell hielt er die Eltern an, mit ihren Kindern nicht ständig über die Schule und schulische Probleme zu sprechen. Maximal 40 % der Gespräche sollten sich um schulische Themen drehen, denn es gibt im Leben der Familien noch sehr viel mehr.

Die Folien des Vortrags finden Sie auf der Homepage der Familienakademie unter www.kp-familienakademie.de/downloads.html.

Auf eine besondere Forschungsreise zum Mittelpunkt der Erde ging es bei der KinderUni am 23. März in der Hohen Landesschule. 60 Jungforscher von acht bis zwölf Jahren begaben sich auf die Suche nach den Geheimnissen der Vulkane. Wie immer stand zunächst eine Vorlesung auf dem Programm. Im Anschluss daran hatten die Kinder die Möglichkeit, an verschiedenen Stationen zu erforschen, wie Vulkanausbrüche entstehen und wie sie sich auswirken. So konnten sie auf topographischen Karten bspw. mithilfe von Zuckerrübensirup simulieren, welche Städte von einem Vulkanausbruch betroffen wären. Auch der Klassiker, die Simulation eines großen Vulkanausbruchs mit Natron und Zitronensäure, durfte natürlich nicht fehlen. Insgesamt gab es acht verschiedene Experimente und die Studierenden waren mit großem Eifer bei der Sache. 

Der dreiteilige Eltern-Kind-Workshop für die kleinsten Besucher der Familienakademie (ab drei Jahren) stand unter dem Motto MINT+ Kunst und beinhaltete unter anderem jeweils einen Experimentiernachmittag zu den Themen Chemie, Physik, Bauen und Konstruieren. In diesem Rahmen wurden verschiedene Stationen aufgebaut, an denen die 13 Jungen und Mädchen gemeinsam mit ihren Begleitpersonen forschen und außergewöhnliche Kunsttechniken entdecken konnten. So wurden z.B. Kunstwerke in Salatschleudern hergestellt, Bilder mithilfe von Rasierschaum und Farben geschaffen, Kreide hergestellt, eine Mundharmonika und ein Dosentelefon gebaut und vieles mehr. 

In dem wöchentlich stattfindenden Kindertreff für Jungen und Mädchen zwischen sechs und zehn Jahren wird den Teilnehmern immer ein buntes Programm geboten. Im vergangenen Quartal bastelten und bemalten die Kinder beispielsweise Vogelfutterstationen, die im Innenhof der Ruine aufgehängt wurden. Ein Highlight bildete der Besuch eines Tanzkurses, der nach eineinhalbstündigem intensivem Training mit einer kleinen Tanzaufführung beendet wurde.

30 Seniorinnen und Senioren traten Ende März eine “Forschungsreise“ zum Max-Planck-Institut für Hirnforschung nach Frankfurt an. Neben einem interessanten Vortrag zum Aufbau der Max-Planck-Gesellschaften und deren Forschungsgebieten erhielten die Teilnehmer einen Einblick zum aktuellen Stand der Hirnforschung. Anschließend wurden die Damen und Herren durch den Institutsneubau und die Dauerausstellung geführt. Diese beinhaltet Exponate und Informationen über die Hirnforschung in Frankfurt um 1900 und erzählt die Geschichte des Instituts. Zudem wurden heutige und vergangene neurowissenschaftliche Methoden vorgestellt.

wng hanau 2019 06 07 08 26Während dieses Science Clubs tüftelten und experimentierten zwölf Kinder unter anderem daran, wie man künstlichen Schnee oder essbares Slime herstellt, eine Leonardobrücke konstruiert oder womit man ein selbstgebautes Fahrzeug antreiben kann. Dabei konnten die Jungen und Mädchen an sechs Dienstagnachmittagen kreativ werden und hinterfragen, wie die Welt funktioniert. 

Anfang April fand wieder einmal das beliebte Smartphone-Seminar für Seniorinnen und Senioren in der Familienakademie der Kathinka-Platzhoff-Stiftung statt. Der mobile Zugang zu Informationen erleichtert in vielen Bereichen das Leben – dies gilt nicht nur für jüngere Menschen, sondern auch für die ältere Generation. „Wir möchten Senioren beim Einstieg in die Smartphone-Nutzung helfen und zeigen, wie vielfältig die Anwendungsmöglichkeiten sind“, so Simone Brill, Leiterin der Familienakademie. Dabei unterstützten die Auszubildenden der Heraeus IT-Abteilung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um die Funktionen ihres Smartphones besser kennenzulernen. In Kleingruppen klärten die Auszubildenden mit den Senioren individuelle Fragen und Probleme und übten gemeinsam. Zusätzlich wurden die Teilnehmer zum Thema „Sicherheit bei der Internetnutzung“ sensibilisiert.