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Rückblick

„Kirchenglocke im Kleiderschrank!“

Hätten Sie gedacht, dass viele Menschen eine Kirchenglocke im Kleiderschrank hängen haben? Das lernten die Kinder und Eltern des Kindergottesdienstes der Wallonisch-Niederländischen Gemeinde bei einem sehr interessanten Ausflug in das Gelnhausener Heimatmuseum.

Das hängt mit dem menschlichen Ohr zusammen und mehr wird auch nicht verraten…

Aber auch das Mittelalter als Zeit ist sehr spannend, und praktische Dinge auszuprobieren, ist ja viel einprägsamer, als nur von etwas zu hören, und das konnten alle im Gelnhausener Museum erfahren. Ein leckerer, gemeinsamer Imbiss im Gemeindezentrum mit guten Gesprächen rundete das Familienprogramm ab.

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Am 13.9. trafen sich die Senioren am späten Vormittag im Gemeindezentrum. In geselliger Runde wurde gemeinsam Gulaschsuppe verspeist und anschließend ging es zum Schloss Philippsruhe. Dort erwartete die Gruppe eine kompetente Führung, die auch alteingesessenen Hanauern neue Impulse brachte.

Das Café am Mittwoch veranstaltete am 11.10. ein bayerisches Oktoberfest. Unter Federführung von Frau Magdalena Bach wurde liebevoll weiß-blau geschmückt und verschiedene bayerische Spezialitäten vorbereitet. Zahlreiche Besucher konnten an der langen Tafel Platz nehmen und Weißwürste, Brezeln und würzigen Obadzda genießen. Natürlich stehen wir den Bayern in nichts nach und so gab es auch bei unserem Oktoberfest keine trockenen Hälse und Verdruss, sondern Heiterkeit und gute Gespräche.

Erntedank – wir danken für all das Gute, was wir haben. Da finden wir in den Kirchen oft Obst und Gemüse, schön geschmückt – auch bei uns, gespendet von Familie Jäger. Aber eigentlich gehört ja auch die Schokolade dazu, sie ist zwar nicht so gesund, soll aber glücklich machen! Allen Kindern fiel im 3-G-Gottesdienst sehr vieles ein, was aus Schokolade ist und wohl schmeckt, so z.B. auch die Schokoladenkekse. Als Aktion im Kindergottesdienst an diesem Sonntag haben natürlich alle Kinder zusammen Schoko-Cookies gebacken und den Eltern und anderen Gästen beim hinterher stattfindenden Familienbrunch noch warm serviert – hmm, lecker! Danke Gott für die Kakaobohnen! ☺

Zwei Kleinbusse machten sich Ende Oktober auf den Weg nach Holland. Darunter auch einige Eltern von ehemaligen Konfirmanden, die einmal sehen wollten, wie die traditionelle Konfirmandenfahrt ihrer Kinder abgelaufen war. (Zum Glück hatte Pfarrer Telder die Unterrichtseinheiten gestrichen.)

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Gleich am ersten Tag wurde das Konzentrationslager Kamp Vught besucht, was sehr zum Nachdenken anregte. Zu Fuß ging es von dort zu einer Gedenkstätte mitten im Wald, wo in den letzten Kriegstagen niederländische Widerstandskämpfer hingerichtet wurden. 

Auch in diesem Jahr wurde unsere Gemeinde, der im Jahr 2011 das Nagelkreuz verliehen wurde, wieder bei der Mitgliederversammlung der Nagelkreuzgemeinschaft vertreten. 

Ihren Ursprung nahm diese Gemeinschaft nach der Zerstörung der Kathedrale von Coventry (Großbritannien) am 14./15.November 1940 durch deutsche Bombenangriffe. Der damalige Dompropst Richard Howard ließ die Worte „Vater vergib“ in die Chorwand der Ruine meißeln. Diese Worte bestimmen das Versöhnungsgebet von Coventry, das die Aufgabe der Versöhnung in der weltweiten Christenheit umschreibt. Das Gebet wurde 1958 formuliert und wird seitdem an jedem Freitagmittag um 12 Uhr im Chorraum der Ruine der alten Kathedrale in Coventry und in vielen Nagelkreuzzentren der Welt gebetet. Auch in unserer Kirche beten wir dieses Gebet regelmäßig – zu meditativen Taizé- oder Evensong-Abendgottesdiensten. Nicht nur in Gemeinschaft ist es gut, sich mit dem Thema Vergebung zu beschäftigen. Auch im Persönlichen – so machten es verschiedene Referate deutlich, die auf aktuelle wissenschaftliche Forschungen Bezug nahmen – kann es heilsam sein sich auszusöhnen.

Am 10.11. führte Pfarrerin Anja Berezynski die Besucherinnen des 2. Dinners in das Leben mittelalterlicher Frauen ein. Erfahrbar wurde die uns sehr ferne Zeit auch durch mittelalterliche Speisen, die abwechselnd mit den spannenden Informationen allen große Freude bereiteten.