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Predigten

Liebe Schwestern und Brüder im HERRN,
werte Geschwister im Geistlichen Amt,

sind Sie denn alle gut in das Neue Jahr hineingekommen? Haben Sie sich auch schön viele Vorsätze vorgenommen und diese vor allem nicht schon vergessen? Wie war denn das alte Jahr 2012 für Sie und was erwarten Sie von 2013? Wenn ich nun das Mikrofon herumreichen würde, wäre ich gespannt darauf, wie Sie selbst diese Fragen beantworten würden. Aber dann hätten wir ja leider keine Zeit mehr für die Predigt und wir würden zu spät zum Neujahrsgebet kommen. Kaum ist das Jahr 17 Stunden und ca. 15 Minuten alt und schon sind wir wieder im Stress.

400. Todestag von Landgraf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg

Liebe Schwestern und Brüder im HERRN,
liebe Gäste im Tempel unseres Glaubens,

um was geht es in der Weltgeschichte? Manche sagen, es ist eine Geschichte von Krieg und Morden. Andere sagen, dass es eine Geschichte von sich abwechselnden Kulturen und Zivilisationen ist. Oder aber ist es die zeitliche Abfolge von Aufstieg und Fall verschiedener Mächte und Nationen?

Das alles hat seine Richtigkeit, aber ich denke, Geschichte ist doch mehr als das. Als Christ nämlich glaube ich, dass die Weltgeschichte auch die Geschichte Gottes und seiner Führung bzw. Lenkung ist. Geschichte ist für mich das Aufleuchten von Gottes Willen zum Leben durch die Jahrhunderte hindurch, von der einen Generation zur nächsten.

Der heutige Predigttext aus dem Buch Esra führt uns über zweieinhalb Jahrtausende zurück. Und dieses Buch Esra ist ein gutes Beispiel dafür, wie Menschen in früheren Zeiten die Geschichte theologisch gedeutet haben. Von Menschen, die daran glaubten (und glauben), dass es eine Vorsehung Gottes über alle Menschen und Nationen gibt.

Und diese Vorsehung, so unverständlich uns manches dabei auch sein mag, ist zu allererst Bewahrung. Allen Kriegen, Wirtschaftskrisen, Diktaturen, Vertreibungen, Entführungen und Verfolgungen zum Trotz bleibt es am Ende doch die Liebe Gottes zu den Seinen, die sie bewahrt. Und immer wieder gebraucht Gott dafür Menschen, die als Einzelne Werkzeuge des Friedens werden können.

Liebe Schwestern und Brüder im HERRN,
Freunde des Waldes und der Jagd,
Gäste im Tempel unseres Glaubens,

kennen Sie Eustachius? Jenen frommen Mann aus dem ersten nachchristlichen Jahrhundert? Nicht? Vielleicht eine kleine Hilfe: (Zeige Hubertustropfen- und Jägermeisterflasche). Wenn Sie Eustachius bis dato noch nicht kannten, wird es höchste Zeit, Sie mit ihm bekannt zu machen, denn sehr oft wird er mit Hubertus verwechselt, nach dem der heutige Gottesdienst ja benannt ist.

Apostelgeschichte 20, 17-18a, 28-38

Liebe Schwestern und Brüder im HERRN,
vor allem Sie, liebe scheidende und neugewählte Älteste und Diakone,
liebe Gäste im Tempel unseres Glaubens,

mit diesem Gottesdienst feiern wir die Verabschiedung und Einführung Konsistorialer unserer Kirche. Dass dieser Tag kommen würde, ist von Anfang an klar: für die einen der Abschluss einer erfolgreichen Amtszeit voller Dankbarkeit, für andere der Beginn einer neuen Aufgabe.

Predigttext: Lukas 9, 57-62

„Als sie weitergingen, wurde Jesus von einem Mann angesprochen. »Ich will dir folgen, wohin du auch gehst«, sagte er. Jesus erwiderte: »Die Füchse haben ihren Bau und die Vögel ihre Nester; aber der Menschensohn hat keinen Ort, wo er sich ausruhen kann.« Zu einem anderen sagte Jesus: »Folge mir nach!« Er aber antwortete: »Herr, erlaube mir, zuerst noch ´nach Hause` zu gehen und mich um das Begräbnis meines Vaters zu kümmern.« Jesus erwiderte: »Lass die Toten ihre Toten begraben. Du aber geh und verkünde die Botschaft vom Reich Gottes!« Wieder ein anderer sagte: »Ich will dir nachfolgen, Herr; doch erlaube mir, dass ich zuerst noch von meiner Familie Abschied nehme.« Jesus erwiderte: »Wer die Hand an den Pflug legt und dann zurückschaut, ist nicht brauchbar für das Reich Gottes.« (NGÜ)