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Predigten

Das Gemeindegründungsfest in einem Jahr zu feiern, welches so voll an Jubiläen ist, droht schnell dazu, auch wieder „nur“ ein weiterer Tag im Festkalender zu werden. Natürlich ist es eindrucksvoll, wenn wir uns daran erinnern, dass die Reformationsbemühungen Johannes Calvins, der vor 500 Jahren geboren wurde, bis heute fortgesetzt werden. Und mit einem Respekt vor der Leistung unserer Kirche freue ich mich, in diesem Jahr die 400-jährige Wiederkehr des ersten Gottesdienstes an dieser Gottesdienststätte, die unsere Vorfahren damals noch Tempel nannten, zu feiern.

Jesus Christus spricht: Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. Lukas 9, 62

Liebe Schwestern und Brüder im HERRN, liebe Gäste,

mit diesem Gottesdienst erinnern wir an den großen Reformator und Kirchenlehrer Johannes Calvin, der am vergangenen Freitag vor 500 Jahren geboren wurde. Wenn er wüsste, welche Festivitäten zu seiner Ehre veranstaltet werden, er würde sich wohl im Grabe umdrehen und nur den Kopf schütteln – wenn nicht sogar den Scheiterhaufen einfordern.

Textgrundlage: „Jesus rief die Jünger zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker unterdrücken und die Großen ihre Macht gegen sie einsetzen. Unter euch soll es nicht so sein, sondern: Wer unter euch groß sein will, sei euer Diener, und wer unter euch der Erste sein will, sei euer Knecht, so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.“ Matthäus 20, 25-28

Textgrundlage: 1. Korinther 15, 10

Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist.

Liebe Schwestern und Brüder im HERRN, besonders Sie, liebe Jubelkonfirmanden,

vielleicht haben Sie in den vergaManch einer ist heute nicht dabei, nicht nur, weil der Lebensweg ihn aus der Kirche heraus oder weggeführt hat, sondern weil auch der Tod schon den einen oder anderen zu sich gerufen hat – manchen im gesegneten Alter, manchen in der Blüte seiner Jahre. Ich wünsche den Hinterbliebenen, dass sie in ihrem Leid Trost gefunden haben mögen, und hoffe, dass sie – wenn sie unter uns sein sollten – Verständnis dafür aufbringen, wenn wir trotz dieses schmerzenden Ereignisses heute miteinander feiern und ihrer gedenken.ngenen Tagen die Fotografien hervorgeholt, die damals von Ihrem Konfirmationstag angefertigt worden sind. Es lohnt sich, sie nach vielleicht jahrelanger Pause wieder einmal gründlich zu betrachten und die eine oder andere Entdeckung zu machen, in Erinnerungen zu schwelgen ... ja ... schön war die Zeit ... und Menschenskinder ... wo ist nur all die Zeit geblieben?

Textgrundlage: Matthäus 16, 13-19

Liebe Schwestern und Brüder im HERRN,

wenn Sie schon einmal im Rom waren oder wenn Sie eine Dokumentation über die Ewige Stadt in Film oder Bild gesehen haben, dann kommt man um ein Gebäude nicht herum: den Petersdom.

Inmitten der Stadt Rom mit den über 2000 Kirchen und Kapellen hebt sich die Kuppel dieses eindrucksvollen Gebäudes ab. Und im Rund dieser Kuppel steht folgender Vers aus dem Matthäusevangelium: „Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen“. Glaubt man den Legenden und Kirchenführern, so lagern unter dem eindrucksvollen Baldachin von Bernini und dem Hauptaltar in einer Krypta die sterblichen Überreste des Apostels Petrus. So genommen hat Christus mit seiner damaligen Verheißung Recht behalten: „Eine eindrucksvolle Kirche erhebt sich über Petrus.“