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Besondere Veranstaltungen

Vorsitzender zurzeit Pfarrer Torben W. Telder

200 Jahre Hanauer Union – Vorträge

Quo vadis Ökumene? 

Dass 50 Jahre nach dem Vaticanum II das Reformationsjubiläum im ökumenischen Kontext gemeinsam gefeiert werden konnte, war für viele ein überaus ermutigendes Zeichen. Aber wie geht es weiter? Was sind darüber hinaus neue Perspektiven, welche das ökumenische Miteinander leiten können? Wieviel Einheit braucht es in Vielfalt? Begegnung und Dialog ebenso wie das gemeinsame Wahrnehmen gesellschaftlicher Verantwortung stehen im Mittelpunkt der Überlegungen: «Quo vadis Ökumene?» 

Die Referentin ist Dr. Johanna Rahner. Sie ist seit April 2014 Professorin für Dogmatik, Dogmengeschichte und Ökumene an der Kath.-theol. Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und Direktorin des dortigen Instituts für Ökumenische und Interreligiöse Forschung.

Wann und Wo? Montag, 13. August 2018, um 19:30 Uhr  in der Marienkirche

Sechs Konfessionen in Hanau in der napoleonischen Zeit

Zu Beginn des 19.Jahrhunderts gibt es fünf religiöse Gemeinden in Hanau: Die reformierte, die lutherische, die wallonische, die niederländische und die jüdische Gemeinde. Nach 1806 kommt es zur rechtlich abgesicherten Gründung der katholischen Gemeinde. Welche  weiteren  Auswirkungen hatte die napoleonische Zeit für die religiöse Landschaft im Departement Hanau sowie für  die  Beziehungen  zwischen  Staat  und Kirchen? Wie hat sie die „Hanauer Union“ und die weitere religiöse, politische und gesellschaftliche Entwicklung beeinflusst? 

Der Referent Dr. Eckhard Meise (Hanau) war ehemals Lehrer der Karl-Rehbein-Schule, ist Ehrenvorsitzender  des  Hanauer  Geschichtsverein und Mitglied der Historischen Kommission Hessen und der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen.

Wann und Wo? Dienstag, 5. Juni 2018, um 19:30 Uhr in der Alten Johanneskirche

Die Verhandlungen zur  Kirchenvereinigung 1818 und die Folgen der Hanauer Union 

Nach dramatischen Ereignissen sowie aufgrund  neuer  Einsichten  und  Notwendigkeiten trafen sich 76 lutherische und reformierte Geistliche im Mai 1818 zur Hanauer Synode.  Nach  wenigen  Tagen  und  weitgehend harmonischen Diskussionen entstand eine Union  beider  Konfessionen.  Vieles,  doch  nicht alles, wurde vereinbart. Offene Punkte sorgten später für Probleme. 

Der Referent ist Erhard Bus (Nidderau-Windecken), Freiberuflicher Historiker.

Wann und Wo? Dienstag, 12. Juni 2018, um 19:30 Uhr in der Alten Johanneskirche

„Die Zeit ist gekommen, der Augenblick ist da!“ Die Protagonisten der Hanauer Union

Grundlegend  für  den  Zusammenschluss  von lutherischer und reformierter Kirche im Fürstentum Hanau im Jahre 1818 waren der Wunsch und die Zustimmung der evangelischen Christen im damaligen Fürstentum Hanau. Neben ihnen jedoch traten Männer auf als Wegbereiter, Lenker und Organisatoren, die mit der Autorität ihres Amtes und der  Ausstrahlung  ihrer  Persönlichkeit  das  Vereinigungswerk über Jahre förderten. Wer waren diese herausragenden Gestalten, wie weit reichte ihr Einfluss auf das Kirchenvolk und welche Bedeutung kommt ihnen für das Zustandekommen der Union letztendlich zu? 

Die frühere Studiendirektorin, Dr. Alice Noll (Hanau), widmet sich seit ihrer Pensionierung vermehrt der lokalen Geschichte. Sie gehört dem Vorstand des Hanauer Geschichtsvereins an.

Wann und Wo? Dienstag, 19. Juni 2018, um 19:30 Uhr in der Alten Johanneskirche

Der Sonderweg der Wallonisch-Niederländischen Kirche

Als die Hanauer Unionsverhandlungen begannen, waren auch die beiden Gemeinden der Wallonen und Niederländer zu den Sitzungen eingeladen. Aber war es erfolgversprechend, diese beiden über 200 Jahre selbständigen Gemeinden für eine Union zu begeistern? In theol. Dingen konnte man sich einigen. Doch verließen die Vertreter der Gemeinden die Verhandlungen, als es um Verzicht der Pfarrerwahl und Vermögensverwaltung ging. Nach Abschluss der Union wurden nur die theologischen Einigungen per kurfürstlichem Dekret auch für die beiden fremdländischen Gemeinden verbindlich. Der Vortrag wird neben den Unionsverhandlungen auch kurz die Entstehung der Gemeinden und die gegenseitige Situation behandeln.

Der Referent ist unser Pfarrer Torben W. Telder, der seit 2007 Pfarrer an der Wallonisch-Niederländischen Kirche in Hanau ist.

Wann und Wo? Dienstag, 26. Juni 2018, um 19:30 Uhr in der Alten Johanneskirche

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Einmal im Monat lädt Pfarrer Telder für Montag, 19:00 Uhr zu einem Vortragsabend mit anschließender Aussprache in das Gemeindezentrum Gärtnerstraße 14 ein. Die Vorlesungsreihe ist inzwischen in der Mitte des 20. Jahrhunderts angekommen. Jeder Abend ist eine in sich geschlossene Einheit und behandelt einen Aspekt aus der Kirchen- und Theologiegeschichte. Folgende Termine und Themen sind geplant:

Montag, 25.09.2017 – 19:00 Uhr: „Die Kirche und der Holocaust“
Montag, 23.10.2017 – 19:00 Uhr: „Theologie und Kirche in Deutschland nach dem Krieg“
Montag, 20. 11.2017 – 19:00 Uhr: „Das zweite Vatikanische Konzil“

wng hanau 2017 03 04 05 49Jeweils für den letzten Montag im Monat lädt Pfarrer Telder für 19:00 Uhr zu einem Vortragsabend mit anschließender Aussprache in das Gemeindezentrum Gärtnerstraße 14 ein. Die Vorlesungsreihe ist inzwischen im 21. Jahrhundert angekommen. Jeder Abend ist eine in sich geschlossene Einheit und behandelt einen Aspekt aus der Kirchen- und Theologiegeschichte. Folgende Termine und Themen sind geplant: 

27. März 2017: Katholische Theologie und Politik vor dem Ersten Weltkrieg,
24. April 2017: Protestantische Theologie und Theologen um die Jahrhundertwende.
29. Mai 2017: Die Kirchen im Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik.