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Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde und Förderer unserer Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder im HERRN,

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während ich dieses Grußwort schreibe, geht eine Schlagzeile um die Welt: „Der Papst tritt zurück!“. Nicht erstmalig, aber doch nach über 700 Jahren seit dem letzten Rücktritt überraschend. Wer hätte einen solchen Schritt von dem als konservativ geltenden Joseph Ratzinger bzw. Benedikt XVI. erwartet? Beginnt damit ein neuer Reformprozess, der sich auch positiv auf die Ökumene auswirken wird?

Ein anderer Rücktritt ist schon länger bekannt: Königin Beatrix wird im April die Krone an die nächste Generation übergeben. Dass es dabei auch eine Verbindung nach Hanau gibt, können Sie in diesem Heft lesen. Für mich ist es immer wieder spannend, in den Chroniken unserer Kirche zu stöbern und hoffentlich kann ich Sie auch ein klein wenig begeistern.

 

Mit einer „geschichtlichen“ Gratulation heiße ich einen neuen Arbeitsschwerpunkt in der Kathinka-Platzhoff-Stiftung willkommen. Viele haben es ja schon mitbekommen, dass in den Räumen innerhalb der Wallonischen Kirchenruine die Handwerker unterwegs sind. Endlich ist es so weit und ich freue mich, dass die Familienakademie ihre Arbeit aufnehmen kann. Richtig „neu“ ist sie eigentlich nicht, sie baut alte Schwerpunkte aus und bietet zusätzlich neue Themengebiete. Aber ich will hier noch nicht zu viel verraten.

Rücktritt – Abdankung – Neuer Arbeitsschwerpunkt. Mir scheint, dass die Jahreslosung eine menschliche Wirklichkeit widerspiegelt, wenn es dort heißt: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Natürlich macht die Zukunft vielen Menschen Angst, und auch Veränderungen gefallen nicht jedem. Aber sie sind doch notwendig, um sich dem Wandel der Zeit zu stellen und auch persönlich reicher an Erfahrungen zu werden. Ich habe einen großen Respekt vor diesen beiden Menschen, die nicht an ihren Ämtern und Thronen kleben, sondern den Weg frei machen für die Zukunft. Das menschliche Leben ist immer dem Wandel ausgesetzt. Wer es konserviert, schafft ein Museum. Deshalb freut es mich besonders, dass nicht nur die renovierten Räume der Familienakademie frischen Wind in das alte Kirchenrund bringen, sondern vor allem die Menschen, die zu uns kommen.

Auch über die Planungen des neuen Gemeindezentrums können Sie in diesem Heft mehr erfahren. Es geht voran, mal schneller und mal langsamer.

„Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ Im Kirchenjahr liegt vor uns nun die Passion- und Osterzeit. Und dann ist auch schon wieder Pfingsten, an dem wir Konfirmation feiern. Dem Leiden wird die Auferstehung entgegen gesetzt. Der Kirche wird eine neue mündige Generation zugeführt. Das ist der Lauf der Zeit, aber wir brauchen keine Angst zu haben sondern dürfen vielmehr gespannt sein, wie die Zukunft aussehen wird, an der wir gemeinsam arbeiten wollen.

Gott habe Acht auf Ihr Tun und Lassen, auf Ihre Wege und Ihre Lieben.

Es grüßt Sie herzlich aus der Steinheimer Straße,

Ihr Pfr. Torben W. Telder