Im Rahmen der Hanauer Frauenwochen fand am 11. März das erste Hanauer Bildungsgespräch zum Thema „Klischeefrei“ statt, organisiert vom Lokalen Bündnis für Familie Hanau und der Familienakademie der Kathinka-Platzhoff-Stiftung. Stadträtin Isabelle Hemsley eröffnete die Veranstaltung und sprach über eigene Erfahrungen mit Klischees. Auf dem Podium diskutierten Kerstin Oberhaus (Evonik Industries), Belén Morán Osuna (Hessisches Puppen- und Spielzeugmuseum), Ruth Hohage (Agentur für Arbeit) und Julian Straub (Erzieher). Sie berichteten von persönlichen Erfahrungen mit Klischees in Beruf und Alltag und beleuchteten die Auswirkungen von Geschlechterrollen auf die Berufswahl. Osuna wies auf die Rolle von Gendermarketing und traditionellen Rollenmuster im Spielverhalten von Kindern hin und appellierte, Kindern die Freiheit zu lassen, ihre eigenen Interessen zu entdecken. Oberhaus betonte, wie wichtig es ist, als weibliche Führungskraft unbewusste Klischees zu vermeiden, um ernst genommen zu werden. Straub erzählte von seinen Erfahrungen als männlicher Erzieher und der Notwendigkeit, Klischees zu hinterfragen. Hohage zeigte mit faktenbasierten Daten auf, wie Rollenklischees die Arbeitswelt beeinflussen und wie wichtig es ist, diese aufzubrechen, um berufliche Zufriedenheit und Chancengleichheit zu fördern. Die Podiumsteilnehmer und das Publikum waren sich einig: Nur durch das Überwinden von Klischees kann die Entwicklung zu mehr Gleichberechtigung und die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Altersarmut vorangetrieben werden. Zum Abschluss dankten Moderatorin Britta Hofmann-Mumme (Martin Luther Stiftung), Simone Brill (Familienakademie der Kathinka-Platzhoff-Stiftung) und Cornelia Gasche (Frauenbeauftragte der Stadt Hanau und Koordinatorin des Lokalen Bündnisses für Familien in Hanau) den Podiumsteilnehmern und Gästen für einen inspirierenden und erfolgreichen Abend.
Hanauer Bildungsgespräch „Klischeefrei“
- Details
- Rückblick