Wallonisch-Niederländische Kirche Hanau
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Theologische Informationen

200. Geburtstag: der schwarze Talar mit dem weißen Beffchen

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Theologische Informationen
12. Dezember 2010

wng_01_11_34_thumbEin Erkennungszeichen des deutschen Protestantismus feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag: der schwarze Talar mit dem weißen Beffchen, den Pfarrer bei Gottesdiensten tragen. Die Talarpfl icht für evangelische Geistliche trat durch eine Kabinettsorder des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. am 1. Januar 1811 in Kraft. Da vor 200 Jahren alle protestantischen Pfarrer staatliche Beamte waren, konnte der Zwang zur einheitlichen Kleidung durchgesetzt werden. Nach und nach wurde der schwarze Talar dann in allen Landeskirchen eingeführt und bis heute beibehalten.

Das weiße Beffchen nämlich wurde mit der Order des Preußenkönigs in den Rang eines offiziellen Teils der Amtstracht erhoben. Ursprünglich sollten die beiden langen weißen Leinenstücke bei Männern, die ihren Bart modisch einpuderten, das darunter liegende Hemd schützen. Heute zeigt es „nur“ noch den Bekenntnisstand des Pfarrers an: lutherische Pfarrer tragen die beiden Streifen auseinander, unierte halb zusammen (genäht) und reformierte ganz geschlossen. Nach der Einführung der Frauenordination steht es den Pfarrerinnen in einigen Landeskirchen frei, ob sie das Männer-Beffchen tragen wollen oder nicht. Entscheiden sie sich gegen das Tragen des Beffchens, tragen sie in der Regel einen über den Talar geschlagenen weißen Kragen.

In den reformierten Kirchen der Niederlande und Frankreichs wurde der schwarze Talar auch zwischen 1798 und 1844 verbindlich. Er löste damit die üblichen knielangen Predigerröcke ab, die allerdings bei nicht-gottesdienstlichen Anlässen mancherorts noch heute getragen werden. Diese Einführung geht teilweise auf Napoleon, auf deutsche Einflüsse und auf Abgrenzung zum Katholizismus zurück.

Bis heute orientieren sich die Talar-Formen und Aussehen der Beffchen an den Roben der staatlichen Richter. (Dem aufmerksamen Gottesdienstbesucher wird es schon aufgefallen sein: Während Pfrin. Lübke den deutschen Talar trägt, hat Pfr. Telder eine niederländische Amtstracht.)

Was war vor dem Talar? Vor Einführung des Talars trugen die Pfarrer in der Regel bei Abendmahlsfeiern die alten (katholischen) und bunten Gewänder, soweit sie die Reformation überstanden hatten und durch die Gemeinde instand gehalten wurden. Wo diese nicht mehr benutzt werden konnten, war schon der Talar in Gebrauch. Dies ist vor allem durch die universitäre Ausbildung der Pfarrer zu erklären, die mit dem Abschluss über diese Robe verfügten und diese dann auch nutzen konnten.

Was kommt nach dem Talar? Da der Talar auf eine staatliche Ordnung zurückgeht, ist er kein gottgegebenes Dogma. Deshalb wurden in manchen Kirchen wieder die bunten, traditionellen Gewänder eingeführt und die Pfarrer tragen hauptsächlich weiße. Allerdings hilft der schwarze Talar, von der Person auf das Wesentliche zu verweisen: die Wortverkündigung. Deshalb sind in der Wallonisch-Niederländischen Kirche nur in den meditativen Abendgottesdiensten andere Gewänder in Gebrauch, die zum Beispiel der anglikanischen Tradition entnommen sind. Für den Predigtgottesdienst am Sonntagmorgen ist der schwarze Talar aber nach wie vor angemessen und wird auf lange Sicht wohl nicht verändert werden.

Weihnachtsliederrätsel

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12. Dezember 2010
Weihnachtslieder Rätsel

Coventry

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27. Februar 2010

Feierlichkeiten zur Nagelkreuzübergabe:

Wie im Grußwort bereits erwähnt, finden am dritten Märzwochenende die Feierlichkeiten zur Aufnahme in die Nagelkreuzgemeinschaft statt. Wir bitten die Gemeindeglieder und Freunde, zahlreich zu folgenden Veranstaltungen zu erscheinen:

Samstag, 19. März
17:00 Uhr Gemeinsamer Gedenkgottesdienst der Innenstadtgemeinden zum 19. März (mit Pfarrer Telder und Propst Böttner).
Anschließend gegen 18:00 Uhr Kranzniederlegung und Versöhnungsgebet im Innenhof der Ruine am Mahnmal gemeinsam mit Vertretern der Stadt.

Sonntag 20. März
10:00 Uhr Festgottesdienst zur Überreichung des Nagelkreuzes. Die Predigt hält Canon Porter. Anschließend gegen 11:00 Uhr Informationsveranstaltung zur Geschichte und Versöhnungsarbeit der Kathedrale von Coventry und der Nagelkreuzgemeinschaft mit Canon Porter und einem Vertreter der Dresdner Frauenkirche.

Das Versöhnungs-Werk von Coventry-Cathedral

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Theologische Informationen
27. Februar 2010

wng_d10jf11_07_thumbPfarrer Telder und Pfarrerin Lübke machten sich Anfang Oktober auf eine Pilgrim-Fahrt nach Coventry, in der Nähe von Birmingham in England. Eingeladen hatte das Versöhnungs-Werk der Kathedrale von Coventry.

Nach der Zerstörung der Kathedrale von Coventry in der Nacht vom 14. auf den 15. November 1940 durch deutsche Bombenangriffe ließ der damalige anglikanische Dompropst Richard Howard die Worte „father forgive“ („Vater vergib“) in die Chorwand der Ruine meißeln. Diese Worte bestimmen das Versöhnungsgebet von Coventry, das die Aufgabe der Versöhnung in der weltweiten Christenheit umschreibt.

Auf dem Altar der neu gebauten Kathedrale in Coventry steht das originale Nagelkreuz, eingefasst in ein kunstvolles größeres. Es wurde aus Zimmermannsnägeln zusammengefügt, welche die Balken des Deckengewölbes der alten Kathedrale zusammengehalten hatten. Im Chorraum der alten Kathedrale steht ein Kreuz aus den verbrannten Dachbalken. Aus den Überresten der Zerstörung wurden so zwei Symbole geschaffen, die den Geist der Vergebung und des Neuanfanges ausdrücken wollen.

wng_d10jf11_08_thumbDies gilt auch für die gesamte Kirchenanlage. Der Grundstein für die neue Kathedrale direkt neben der zerstörten gothischen Kathedrale wurde 1956 von Queen Elizabeth gelegt. Die Einweihung der neuen Kathedrale erfolgte am 25. Mai 1962. Zu diesem Anlass wurde Benjamin Brittens War Requiem uraufgeführt. Ruine und neue Kathedrale bilden eine Kirche und sind durch ein Dach miteinander verbunden.

Das Nagelkreuz aus Coventry steht heute als Zeichen der Versöhnung an vielen Orten der Welt, wo Menschen sich unter diesem Kreuz der Aufgabe stellen, alte Gegensätze zu überbrücken und nach neuen Wegen in eine gemeinsame Zukunft zu suchen. Das Versöhnungsgebet wurde 1959 formuliert und wird seitdem an jedem Tag um 12 Uhr in Coventry und in aller Welt gebetet.

In Deutschland wurde das Nagelkreuz von Dompropst Howard aus Coventry nach dem Krieg in die von englischen Bomben zerstörten Städte gebracht als ein Zeichen für die in Christus geschehene und auch verfeindeten Völkern eröffnete Versöhnung und für den Neuanfang, der daraus entstehen kann. Kiel war 1947 die erste Kirche und gibt bis heute davon Zeugnis. Träger des Nagelkreuzes werden Nagelkreuzzentren oder -gemeinschaften genannt. Weltweit gibt es über 160 davon.

wng_d10jf11_09_thumbEines der Nagelkreuze wurde 1988 als Zeichen der Versöhnung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin gespendet, die ebenfalls durch Luftangriffe zerstört wurde und wegen der architektonischen Konzeption (Erhaltung als Ruine und benachbarter Neubau) als „Schwesterkirche“ der Kathedrale von Coventry angesehen wird.

In den derzeit 55 Nagelkreuzzentren in Deutschland engagieren sich Menschen, in konkreten Situationen friedensstiftend und versöhnend zu wirken, den Dialog zwischen Jungen und Alten, Eingesessenen und Fremden zu fördern, Geschichte aufzuarbeiten und Verständnis füreinander zu gewinnen. Seit diesem Jahr ist auch die Wallonisch-Niederländische Kirche Mitglied der Deutschen Nagelkreuzgemeinschaft.

Im kommenden Jahr wird Canon David W. Porter, Mitglied des Domkapitels und Beauftragter für die Versöhnungsarbeit, am 19. und 20. März in unserer Kirche zu Gast sein und uns offiziell das Nagelkreuz im Rahmen eines Gottesdienstes und Vortrages überreichen.

Bereits jetzt hat der Theologische Ausschuß begonnen, Angebote zu planen, die den Versöhnungsgedanken von Coventry regelmäßig in den Gemeindealltag fließen lassen könnten.

Theologische Randbemerkung

Dem aufmerksamen Besucher wird es nicht entgangen sein: an der Kanzel hängt passend zum Pultbehang ein kleiner Streifen Stoff. Böse Zungen behaupten, das Geld sei wohl knapp gewesen. Aber weit gefehlt: das ist bewusst so! Zur Erklärung: In Predigtkirchen war (und ist) es üblich, auf der Kanzel statt auf dem Abendmahlstisch eine Groß-Bibel hinzulegen. Entsprechend überdimensioniert ist dann auch das Lesezeichen, welches über den Kanzelrand hing und anzeigte, an welcher Stelle ungefähr der Predigende in der Bibel war. Der kleine Streifen Stoff erinnert also daran, dass Predigt immer auf der Bibel fußt.

Auch kam die Frage auf, was denn das „IHS“ bedeutet? Es ist das Christusmonogram und wird verschieden übersetzt: im Deutschen zum Beispiel mit „Jesus, Heiland, Seligmacher“ oder im Lateinischen mit Iesus Hominum Salvator („Jesus, der Retter des Menschen“). Und wer nun Angst hat, das wäre katholisch: IHS befindet sich auch auf dem Reformationsdenkmal in Genf unter der Figur von Calvin.

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Die Wallonisch-Niederländische Kirche trauert um

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Theologische Informationen
27. Februar 2010

wng_jja10_06„HERR, nun lässt du deinen Diener in Frieden fahren.“ (Lukas 2,29)

Die Wallonisch-Niederländische Kirche trauert um

Pfarrer emeritus

Werner Brölsch

* 25. Oktober 1910 
† 27. März 2010

 

Pfarrer em. Brölsch war als 63. Pfarrer seit Gemeindegründung an der Wallonisch- Niederländischen Kirche von 1943 bis 1947 tätig. Als letzter Prediger der alten Doppelkirche war er auch Mitglied in der Bekennenden Kirche während der Nazizeit. Er führte die Gemeinde durch die schweren Kriegs- und Nachkriegsjahre und organisierte die Wiederzusammenführung der zerstreuten Gemeindeglieder. Durch Empfehlungen wurde er auf die Stelle des Landesjugendpfarrers in Bremen von 1947 bis 1959 berufen und war deutschlandweit mit diakonischen Aufbauprojekten beschäftigt. Als rührender Geistlicher, der immer mehr Menschen statt Vorschriften vor Augen hatte, forderte er manche Kirchenleitung heraus. Wohlwollend ist dies in einem Zeugnis von Bischof Otto Dibelius in Berlin zu lesen, wohin sein Weg von Bremen aus führte.

1969 kam Brölsch dann als Diakoniepfarrer nach Duisburg zurück und baute das diakonische Christopherus Werk aus. Zehn Jahre später zeichnete ihn der damalige Ministerpräsident Johannes Rau mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik aus.

wng_jja10_07Auch privat war Brölsch mit Johannes Rau befreundet. Die beiden hatten sich in der Evangelischen Kirchenarbeit kennen und schätzen gelernt. Brölsch engagierte sich auch nach seinem aktiven Pfarrdienst in unterschiedlichen Bereichen, war stets Ansprechpartner für Jugendliche und Notleidende. Seine Wegbegleiter schätzten ihn als eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die bis zum letzten Atemzug trotz körperlicher Gebrechen noch geistig aktiv am Leben teilnahm und für viele ein Ratgeber war.

Im vergangenen Jahr kam Pfarrer em. Brölsch im 99. Lebensjahr noch einmal zu uns, seiner einzigen Gemeindepfarrstelle im Rahmen der Jubiläumskonfirmation zu Besuch. Mit klarer Stimme richtete er sein Wort an die Gemeinde und ließ es sich nicht nehmen, seinem Amtsnachfolger die Hände zum Segen aufzulegen.

wng_jja10_08Der amtierende Ratsvorsitzende der EKD und Präses der Rheinischen Landeskirche, Nikolaus Schneider, würdigte in seiner Traueransprache die Verdienste des Verstorbenen und freute sich bei einem persönlichen Kontakt darüber, dass unsere Kirche ihrem ehemaligen Hirten die letzte Ehre erwies.

Eingereiht in die Series pastorum werden wir Pfarrer em. Brölsch in guter Erinnerung behalten. Ein Gedenkgottesdienst wird zu einem späteren Zeitpunkt, wenn möglich gemeinsam mit Familie Brölsch, in unserer Kirche stattfinden.

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Nächste Termine

Musikalischer Abendgottesdienst, Pfr. Telder
So, 08. März 17:00 Uhr /
Besondere Gottesdienste
Musikalischer Abendgottesdienst, Thalea Devantier u. Elias Ohly, Pfr. Telder
So, 08. März 17:00 Uhr /
Kirchenmusik
Handlettering (FA)
Mo, 09. März 15:30 Uhr /
Veranstaltungen
Linoldruck (FA)
Di, 10. März 16:00 Uhr /
Veranstaltungen
Kathinka fragt nach... (FA)
Di, 10. März 18:30 Uhr /
Veranstaltungen
Erlebnis 3D-Druck (FA)
Do, 12. März 09:30 Uhr /
Veranstaltungen

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