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Zwei Kleinbusse machten sich Ende Oktober auf den Weg nach Holland. Darunter auch einige Eltern von ehemaligen Konfirmanden, die einmal sehen wollten, wie die traditionelle Konfirmandenfahrt ihrer Kinder abgelaufen war. (Zum Glück hatte Pfarrer Telder die Unterrichtseinheiten gestrichen.)

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Gleich am ersten Tag wurde das Konzentrationslager Kamp Vught besucht, was sehr zum Nachdenken anregte. Zu Fuß ging es von dort zu einer Gedenkstätte mitten im Wald, wo in den letzten Kriegstagen niederländische Widerstandskämpfer hingerichtet wurden. 

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Am nächsten Tag stand Amsterdam auf dem Plan. Natürlich durfte auf dem Weg in die Innenstadt ein Halt am ehemaligen Wohnhaus von Pfarrer Telders Vater nicht fehlen, wo er auch sehr oft während seiner Kindheit weilte.

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Von da ging es per Tram ins Zentrum und schnellen Schrittes durch die Kalvestraat,  eigentlich die Haupteinkaufsstraße mit zahlreichen Geschäften. Doch Pfarrer Telder führte kurzweilig „hinter die Kulissen“: Gestoppt wurde am Jugenstilkino Tuchinski und im Beginen-Hof. 

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Die katholische Kirche Peter und Paul („De Papegaai“) versteckte sich hinter einer Drehtür und überraschte alle Teilnehmenden in ihrer Größe als eigentliche „versteckte“ Kirche, aus einer Zeit, in der die Reformierten die Stadt dominierten. 

Dann wurde das Anne-Frank-Haus nach einer Einführung besichtigt. 

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Abends wurde die Gruppe in der Wallonischen Kirche noch von Dominee Hartmann Out und dem Präses Marcillaud begrüßt. 

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Am nächsten Tag ging es dann zu Fuß durch ein scheinbar unbewachtes Regierungsviertel in Den Haag und auch zum Friedenspalast, in dem der Gerichtshof für Menschenrechte tagt. 

Einige hatten danach noch Puste, um sich am Meer eine frische Brise um die Nase wehen zu lassen. 

Abgeschlossen wurde die Fahrt am Sonntagmorgen mit einem Gottesdienst, der natürlich in französischer Sprache gehalten wurde. Die dortige Gemeinde freute sich sichtlich über unseren Besuch und dies nicht nur, weil wir fast ein ganzes Gestühl füllten. 

Bevor es dann nach Hause ging, kamen wir nach dem Gottesdienst noch mit einzelnen Wallonen ins Gespräch. (Tatsächlich gibt es noch immer familiäre Verbindungen zwischen Den Haag und Hanau, und zwar über eine interessante Familiengeschichte, die mit zwei Brüdern im 19.Jahrhundert begann, die wegen politischer Verfolgung nach Holland flohen und von denen nur einer wieder nach Hanau zurückkehrte.)