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Besondere Veranstaltungen

Das Konzert trägt den Titel „Israels Klänge – Die Synagogenmusik zur Zeit der Reform“.  An diesem Abend wird Kantor Isidoro Abramowicz, Musikdirektor der Synagoge Berlin Pestalozzistraße sowie Leiter der Kantorenausbildung am Abraham Geiger Kolleg in Potsdam, Kantor sein. Diesen wird ein aus Studenten der Musikhochschule Würzburg bestehendes Ensemble begleiten mit Herrn Haidu an der Orgel. Es kommen Werke aus der Blütezeit der deutsch-jüdischen Synagogenmusik des 19. Jahrhunderts zur Aufführung, die am jüdischen Festkalender orientiert sind. Das Programm beinhaltet Orgelsolowerke, Kantorengesänge mit und ohne Begleitung sowie vierstimmige Chorstücke auf Deutsch und Hebräisch, die in Berlin, Breslau, Königsberg, Frankfurt und München entstanden. Das Konzert in der Wallonischen-Niederländischen Kirche findet statt am 1. November und beginnt um 19:00 Uhr. 

Frau Yanko ist die ehemalige stellvertretende Leiterin der Abteilung „Die Gerechten der Völker“ in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. Sie stellt die Gedenkarbeit anhand von lokalen Lebensläufen Menschen vor, die Juden in der Zeit des Nationalsozialismus gerettet haben und dabei ihr eigenes Leben riskierten. Dabei ist es ihr wichtig, zu betonen, dass es oftmals der unscheinbare Nachbar war, der gegen das NS-Regime diskret eintrat. Frau Yanko wurde in Rumänien geboren und ist selbst Holocaust-Überlebende. Sie hat 30 Jahre in Yad Vashem gearbeitet. Für jeden Retter wird in der Gedenkstätte auf einem der Hügel Jerusalems ein Baum gepflanzt. Frau Mina Yanka hat ihre Botschaft schon in vielen Vorträgen bekanntgemacht so in Japan, den USA, und in vielen Staaten Europas. Der Vortrag wird in Englisch gehalten und übersetzt werden. Er findet statt am 7. Oktober um 19:00 Uhr in der Wallonisch-Niederländischen Kirche

Der jüdische Kantor hat eigentlich in der jüdischen Liturgie die Rolle des Vorbeters. Wo das Ensemble „Die Drei Kantoren“ – Assaf Levitin (Bass), Amnon Seelig (Bariton) und Tal Koch (Tenor) – auftritt, stehen zwar auch geistliche Lieder und synagogale Musik im Mittelpunkt. Aber das von Scott Faigen am Klavier begleitete Trio bietet auch mitreißende Volkslieder, fein arrangierten A cappella-Gesang und einfühlsam vertonte Dichtung an. Die Arrangements stammen von den Kantoren Assaf Levitin und Amnon Seelig, die gegenwärtig in Berlin und Potsdam leben. Es ist sicherlich ein Hörgenuss, wenn „Die Drei Kantoren“ am 30. September 2021 in der Wallonisch-Niederländischen Kirche um 19:00 Uhr auftreten. 

Ein musikalisch-literarisches Projekt mit Liedern von Barbra Streisand, Bob Dylan, Billy Joel, Simon & Garfunkel, Neil Diamond, Carole King, Leonard Cohen – und vielen anderen. Die Liste von jüdischen Künstlern, die sich in der populären Musik hervorgetan und zugleich Musikgeschichte geschrieben haben, ist lang. All diese jüdischen Musiker treten - bewusst oder unbewusst – in ihren Songs für eine sozial gerechtere, bessere Welt nach der traditionell jüdischen Vorstellung des Tikkun Olam ein. Bei dem Liederabend wird eine Auswahl von Songs namhafter jüdischer Künstler von Susan Borofsky (Gesang), Yaromyr Boshenko (Piano) und Arturo Castro Nogueras (Gitarre) präsentiert und ihr Leben und Werk musikalisch-literarisch von PD Dr. L. Joseph Heid eingeordnet. Der Liederabend findet am 19. September 2021 um 19:00 Uhr in der Wallonisch-Niederländischen Kirche statt.

In diesem Jahr feiert die Bundesrepublik 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Seit 1603 wurden nach den wallonisch-niederländischen Flüchtlingen auch wieder Juden in Hanau angesiedelt. 

Über den christlich-jüdischen Dialog schrieb der bekannte jüdische Religionswissenschaflter Schalom Ben-Chorin: „Der Glaube Jesu eint uns, der Glaube an Jesus trennt uns“. So ist es für uns eine Selbstverständlichkeit, uns an diesem Jubiläum zu beteiligen und etwas jüdische Kultur in die Wallonisch-Niederländische Kirche zu bringen: