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Grußwort

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde und Förderer der Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder im HERRN

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nostalgisch kommt das neue Gemeindeblatt daher. Wieder einmal findet sich ein Jubiläum im Kalender, welches für unsere Kirche wichtig ist. In diesem Jahr jährt sich der Todestag von Landgraf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg zum vierhundertsten Mal. Auch wenn der eigentliche Todestag vor Erscheinen dieses Blattes stattfand, nämlich am 9. August, so wollen wir mit verschiedenen Veranstaltungen in den kommenden Wochen sein Leben und Wirken näher kennenlernen. Philipp Ludwig II. verdanken wir unsere Gründung und die mit ihm ausgehandelte Gründungsurkunde, die Kapitulation von 1597, hat bis heute ihre Gültigkeit nicht verloren. In der Predigt anlässlich des Gedenkgottesdienstes können Sie bereits einen kleinen Überblick über die damalige Zeit erhalten.

Gleich zwei „silberne“ Jubiläen werden in den kommenden Wochen auch noch stattfinden. Das eine betrifft unseren Kirchenchor, der regelmäßig das gottesdienstliche und kirchenmusikalische Leben unserer Gemeinde bereichert. Sie dürfen auf ein Jubiläumskonzert gespannt sein. Das zweite betrifft den (internationalen) Kinder- und Jugendtreff, den die Frauen Schindler und Lehr seit der ersten Stunde vor 25 Jahren im Diakoniezentrum leiten.

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde und Förderer der Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder im HERRN

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ein kleiner Junge ist diexses Mal auf dem Titelblatt des aktuellen Gemeindeblattes zu sehen, der verträumt an einer Stadt baut. Natürlich ist dies eine Fotomontage, aber Kinder haben noch Träume, sich die große Welt zu (er-)bauen. Dabei geht auch immer wieder etwas schief, es muss eingerissen werden, was nicht mehr tragfähig ist oder vielleicht besser gebaut werden kann. Alles hat eben seine Zeit, wie es bereits der Prediger Salomon wusste.

Ein durchschnittlicher Mensch verbringt seine Lebenszeit mit unterschiedlichsten Dingen. Nur einige seien hier aus der Statistik genannt:
- 13 Jahre vor dem Fernseher
- 6 Monate an einer roten Ampel warten
- 1 Jahr nach verlorenen Dingen suchen
- 6 Jahre essen
- 24 Jahre fester Schlaf
- 5 Jahre Hausarbeit
- 1.800 Besuche in einem Imbiss
- Frauen 12, Männer 8 mal im Krankenhaus

Alles hat eben seine Zeit. Ist es aber auch immer sinnvolle Zeit? Wenn Kinder spielen, vergessen sie die Zeit oftmals. Sie sind so beschäftigt mit dem, was sie tun, dass sie keinen Blick auf die Uhr mehr werfen. Ich beneide die Kinder oftmals, wenn ich von einem Termin zum nächsten hetze und dann doch immer wieder hören muss, wofür ich mir keine Zeit genommen habe. Die Besuchs- und Telefonliste wird immer länger und auch das Prioritätensetzen gelingt nur bedingt. Alles hat seine Zeit, aber wann habe ich einmal Zeit für das Wesentliche im Leben, einmal für mich selbst?

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde und Förderer der Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder im HERRN

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„Wenn nicht der HERR das Haus baut, arbeiten umsonst, die daran bauen.“ Dieser Vers aus dem Psalm ist der rote Faden dieses aktuellen Gemeindeblattes, welches Sie gerade in Händen halten. Unsere Gemeinde ist in Bewegung geraten: Zum Jahresende haben wir das Gemeindehaus in der Dammstrasse geräumt. Mit etwas Wehmut wurde zum letzten Mal am vierten Advent im großen Saal Gottesdienst gefeiert und danach das Gebäude entwidmet. Nun liegt in meinem Büro der alte Schriftzug, der der Fassade jahrzehntelang einen Namen gab und wartet darauf, an einer anderen Stelle einen neuen Platz zu finden.

Wir sind an einem Zwischenstopp in der Steinheimer Straße angekommen. Aber doch spüren wir, dass unsere Pilgerschaft noch nicht am Ziel angelangt ist. Daran werden wir auch immer erinnert, wenn wir an der großen Baulücke in der Gärtnerstrasse vorbeikommen. Warum wir noch nicht mit dem Neubau angefangen haben? Weil die Vernunft und auch die Bibel uns mahnen, erst die Finanzierung auf sichere Beine zu stellen, bevor der erste Spatenstich erfolgt. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe! Bitte beachten Sie den Überweisungsträger am Ende dieses Gemeindeblattes.

An anderer Stelle wird aber bereits kräftig gearbeitet: In diesem Gemeindeblatt können Sie von den Plänen der Erweiterung der Kindertagesstätte in der Dammstraße lesen, verbunden mit den Visionen, die die Kathinka-Platzhoff Stiftung daran knüpft.

„Wenn nicht der HERR das Haus baut, arbeiten umsonst, die daran bauen.“ Fünf Jahre ist es nun her, dass mich das Große Konsistorium auf die Pfarrstelle berufen hat. Der Psalmvers ist zugleich mein Ordinationsvers. Wie waren die vergangenen fünf Jahre? Sie sind viel zu schnell vergangen! Aber es waren für mich und hoffentlich auch für die Kirche erfüllte Jahre: Gemeinsam haben wir vieles auf die Beine gestellt, Ideen konnten verwirklicht werden und zusammen haben wir auch manchen Misserfolg verkraftet – das alles gehört dazu.

Dafür Ihnen allen an dieser Stelle meinen Dank! Auch Gott sei Dank gesagt, der uns nicht nur einen langen Atem schenkt, sondern eben der HERR seiner Kirche ist und das Werk unserer Hände auch in Zukunft segnen möge.

Und bevor ich es vergesse: In wenigen Wochen feiern wir Ostern, ein Fest der Hoffnung. Nutzen Sie gerade die geistlichen Angebote, um Ihrer Alltagshektik einen Ruhepol entgegenzusetzen. Ich freue mich schon jetzt, Sie bei der einen oder anderen Gelegenheit persönlich begrüßen zu können.

Bis dahin habe Gott Acht auf Ihr Tun und Lassen, auf Ihre Wege und Ihre Lieben!

Ihr Pfr. Torben W. Telder