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Grußwort

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde und Förderer unserer Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder im HERRN,

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eine Kuh schaut Sie auf dem aktuellen Gemeindeblatt an. Saftige Weiden und glückliche Kühe passen zusammen. Aber als ich mich an meinen Schreibtisch setzte, um dieses Grußwort zu schreiben, war es wieder einmal ein fast unerträglich heißer Tag. Viele von Ihnen waren sicherlich im Urlaub, während ich zusammen mit einer Menge anderer noch nicht in Ferien gewesen bin. Zu der Kuh und der Weide treten auch Bilder von Stränden und Palmen vor mein inneres Auge.

Doch irgendetwas „störte“ diese innerliche Idylle. Mir gingen Berichte von gekenterten Flüchtlingsboten auf dem Mittelmeer durch den Kopf. Und diese erschütternden Bilder finden eine Fortsetzung in Berichten über überfüllte und teilweise menschenunwürdige Flüchtlingsunterkünfte quer durch Europa. Nicht überall werden diese Menschen mit offenen Armen willkommen geheißen. 

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde und Förderer unserer Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder im HERRN,

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es ist ein eindrucksvolles Gebäudeensemble, welches Sie auf dem Titelblatt des aktuellen Gemeindeblattes sehen. In der Mitte eine riesige Kirche ganz aus Glas. Daher hatte sie auch ihren Namen: „Crystral Cathedral“. Ihr Erbauer hatte den Wunsch, dass man die Gottesdienste nicht abgeschottet von der Außenwelt feiert, sondern dass Gottesdienst inmitten der Welt stattfindet. Wieso ich Ihnen dies erzähle? Weil der Pfarrer, der dieses Gebäude erbaute, in der Nacht auf Karfreitag starb. Robert H. Schuller war wohl einer der bekanntesten und erfolgreichsten Fernsehprediger, der seine Gottesdienste aus Garden Grove, in der Nähe von Los Angeles, in die ganze Welt übertragen ließ. 

Angefangen hatte er in einem Autokino, erbaute zwei immer größere Kirchen, bis endlich dieses Gebäude stand und weltweit bis zu 30 Millionen Menschen in 200 Ländern die Gottesdienste verfolgen konnten. Sein Traum, den er als armer Bauernsohn hatte, wurde wahr. „If you can dream it, you can do it!“ lautet einer seiner einfachsten, aber doch motivierenden Sätze. Getrübt wird diese Erfolgsgeschichte leider dadurch, dass Nachfolgestreitigkeiten und Unregelmäßigkeiten das Werk fast wieder zum Erliegen brachten. Aber so ist es eben im Leben: Rückschläge und Erfolge wechseln sich ab. 

Liebe Gemeindeglieder,
liebe Freunde und Förderer unserer Gemeinde,
liebe Schwestern und Brüder im HERRN,

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eine Reihe von Türen, eine davon geöffnet und farblich besonders hervorgehoben: So erscheint dieses Mal dieses aktuelle Gemeindeblatt. Schneller als gedacht sind wir von Weihnachten auf dem Weg nach Ostern und merken dabei vielleicht gar nicht, was und wen wir alles dabei übersehen könnten. Vielleicht hat sich für den einen im neuen Jahr bereits eine neue Türe im Leben geöffnet, Chancen haben sich aufgetan. Andere mögen sich vielleicht noch nach einer sich hoffentlich bald öffnenden Tür sehnen, fühlen sie sich doch wie festgenagelt an der Stelle ihres Lebens, an der sie sich gerade befinden. Mit offenen Türen verbinden wir Menschen etwas Positives und haben Angst davor, wenn Freunde wie Fremde uns die Türe „vor der Nase“ zuschlagen. 

Offene Türen soll auch unser neues Gemeindezentrum haben. Wir wollen unser Gemeindeleben nicht hinter dicken Mauern verstecken, sondern jeder darf sehen, wie lebendig und abwechslungsreich sich sowohl die Gemeinde als auch die Kathinka-Platzhoff-Stiftung präsentieren. Das neue Gemeindezentrum wird sehr viele Fenster haben und die Räume werden dadurch lichtdurchflutet sein. Noch erahnt man es nur, aber die Bauarbeiten sind täglich im Fortschreiten und aus einem Traum wird langsam Wirklichkeit. Davon können Sie in diesem Gemeindeblatt lesen. 

Offene Türen – die Jahreslosung für 2015 erinnert uns daran, dass so, wie wir einander begegnen, Gott in Christus auch uns begegnet. „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob“, heißt es im Brief des Apostel Paulus an die Gemeinde in Rom. Wer gerade zur Weihnachtszeit in unserer Kirche zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen gewesen ist, konnte erleben, wie sich gerade Gäste bei uns wohlfühlen, und die Gemeindestatistik bestätigt uns durch ihre stabilen Zahlen ebendies auch. Dies wollen wir nicht als selbstverständlich erachten in einer Zeit, in der zwar viel von Religion in ihrer fanatisch-terroristischen Entfaltung die Rede ist, Gemeinden und Kirchen vor Ort aber doch mit sinkenden Mitgliedszahlen zu kämpfen haben. 

„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob.“ Nun sind wir auf dem Weg nach Ostern. Es ist das Fest, an dem wir Christen den Sieg Gottes über den Tod feiern. Offene Türen – leere Gräber. Diese Bilder der Bibel möchten Hoffnung schenken, dass wir in unserem Leben noch lange nicht alles ausgeschöpft haben, was an Möglichkeiten in uns schlummert. Und dass vor allem dann, wenn wir uns am Ende mit unseren Kräften fühlen, von Gott doch die Kraft kommen kann, einmal mehr aufzustehen und immer wieder neu dem Leben zu begegnen. Bleiben Sie gespannt, was auf Sie wartet und welche Türen sich vor Ihnen in der nächsten Zeit öffnen.

Gott habe Acht auf Ihr Tun und Lassen, auf Ihre Wege und Ihre Lieben.

Es grüßt Sie herzlich aus der Steinheimer Straße

Ihr Pfr. Torben W. Telder