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Predigten

1938, 1943, 1948, 1953, 1963 und 1988 wurden Sie hier oder in einer anderen Kirche konfirmiert, die beiden erstgenannten Jahrgänge noch in der intakten Doppelkirche, 1948 und 1953 wahrscheinlich in der Nußallee, ab 1963 und 1988 dann hier in der wieder aufgebauten Kirche. Vieles wurde damals noch auswendig gelernt. 

Das Abfragen war für viele eine heftige Herausforderung. Die Eltern waren sehr beschäftigt und hatten große Sorgen, die meistens gar nichts mit Kirche zu tun hatten: „Kommt Krieg, wie überstehen wir den Krieg, was soll nur nach dem Krieg werden?“

Liebe Gemeinde,

nachdem die Kinder nun bereits etwas über den Guten Hirten gehört haben, wollen auch wir uns von Ihm anrühren lassen.  Lassen wir noch einmal den Hebräer-Brief zu Wort kommen: „Der Gott des Friedens, der den großen Hirten seiner Schafe, unseren Herrn Jesus, von den Toten auferweckt hat, nachdem er mit dessen Blut den neuen, ewig gültigen Bund besiegelt hatte  – dieser Gott möge euch die Kraft geben, all das Gute zu tun, das nach seinem Willen durch euch geschehen soll. Durch Jesus Christus möge er in unserem Leben das bewirken, woran er Freude hat. Ihm gebührt die Ehre für immer und ewig (Hebräer 13, 20-21)“.

Liebe Gemeinde,

in den letzten eineinhalb Jahren haben wir viel zusammen gelernt und gearbeitet. Wir haben uns alle ganz gut kennengelernt und haben viel Spaß zusammen gehabt, zum Beispiel auf den beiden Konfirmandenfahrten nach Fulda 2012 und nach Holland 2013. Davon wollen wir Ihnen im heutigen Gottesdienst etwas erzählen und zeigen, was wir dabei gelernt haben. 

Liebe Schwestern und Brüder im HERRN,
werte Geschwister im Geistlichen Amt,

sind Sie denn alle gut in das Neue Jahr hineingekommen? Haben Sie sich auch schön viele Vorsätze vorgenommen und diese vor allem nicht schon vergessen? Wie war denn das alte Jahr 2012 für Sie und was erwarten Sie von 2013? Wenn ich nun das Mikrofon herumreichen würde, wäre ich gespannt darauf, wie Sie selbst diese Fragen beantworten würden. Aber dann hätten wir ja leider keine Zeit mehr für die Predigt und wir würden zu spät zum Neujahrsgebet kommen. Kaum ist das Jahr 17 Stunden und ca. 15 Minuten alt und schon sind wir wieder im Stress.

400. Todestag von Landgraf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg

Liebe Schwestern und Brüder im HERRN,
liebe Gäste im Tempel unseres Glaubens,

um was geht es in der Weltgeschichte? Manche sagen, es ist eine Geschichte von Krieg und Morden. Andere sagen, dass es eine Geschichte von sich abwechselnden Kulturen und Zivilisationen ist. Oder aber ist es die zeitliche Abfolge von Aufstieg und Fall verschiedener Mächte und Nationen?

Das alles hat seine Richtigkeit, aber ich denke, Geschichte ist doch mehr als das. Als Christ nämlich glaube ich, dass die Weltgeschichte auch die Geschichte Gottes und seiner Führung bzw. Lenkung ist. Geschichte ist für mich das Aufleuchten von Gottes Willen zum Leben durch die Jahrhunderte hindurch, von der einen Generation zur nächsten.

Der heutige Predigttext aus dem Buch Esra führt uns über zweieinhalb Jahrtausende zurück. Und dieses Buch Esra ist ein gutes Beispiel dafür, wie Menschen in früheren Zeiten die Geschichte theologisch gedeutet haben. Von Menschen, die daran glaubten (und glauben), dass es eine Vorsehung Gottes über alle Menschen und Nationen gibt.

Und diese Vorsehung, so unverständlich uns manches dabei auch sein mag, ist zu allererst Bewahrung. Allen Kriegen, Wirtschaftskrisen, Diktaturen, Vertreibungen, Entführungen und Verfolgungen zum Trotz bleibt es am Ende doch die Liebe Gottes zu den Seinen, die sie bewahrt. Und immer wieder gebraucht Gott dafür Menschen, die als Einzelne Werkzeuge des Friedens werden können.